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Von Schaumspeisen mit Migrationshintergrund und weiblichen Dosenöffnern

November29

Ein Negerkuss ist heute ein Schokokuss, um niemanden mit dieser lecker-schaumigen Zuckermasse mit Schokoladenüberzug zu diskriminieren. Denn Menschen mit dunkler Hautfarbe sind keine „Farbigen“ mehr, sondern „Maximalpigmentierte“.

Das gute alte deftige Zigeunerschnitzel läuft politisch korrekt heute eher unter dem Namen „Schnitzel nach einer Art ethnischer Minderheit“. Ganz zu schweigen vom Angriff auf die Genus-neutralen Worte, um Frauen nun auch sprachlich sichtbar zu machen. Dabei meine ich nicht nur das Binnen-I wie z. B. bei BürgerInnen und GaunerInnen. Nein, auch sämtliche maskulinen Formen wie z. B. der Dosenöffner (und andere) werden bisweilen in Frage gestellt, so dass ich mich frage, ob ich morgen sagen muss „Gib mir mal bitte die Salzstreuerin!“

Meinetwegen soll Petersilie in Petrasilie umbenannt und sollen die Kinder im Kindergarten mit „Liebe Kinder- und Kinderinnen“ angesprochen werden.

Aber ob Binnen-I und Sprachpurismus die Welt wirklich besser machen?

In diesem Sinne, liebe LeserInnen, gebe ich zu bedenken:
Wenn ein Politiker in einer Rede von BürgerInnen spricht, kann er trotzdem ein Macho sein.

Eure Ariane

Ein Zitat von: http://www.pitopia.de/blog/

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